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Wie die Spitzelkom Journalisten überwachte: Chef der beauftragten "Sicherheitsfirma" packt aus

Telekom-Datenspion packt aus: "Auftrag von oben" (Handelsblatt.com)

Ausschnitt:
Er habe direkt von der Telekom das Material mit allen Telefonverbindungen des "Capital"-Journalisten erhalten. Nach langem Suchen und Sortieren sei er bei dieser sogenannten "Operation Rheingold" fündig geworden: Unmittelbar vor Erscheinen des Artikels hatten Wegner und der Journalist miteinander telefoniert. [...]

Ein halbes Jahr später, Anfang 2006, sei die Konzernsicherheit erneut auf ihn zugekommen, weil wieder interne Telekomunterlagen in den Medien auftauchten. Kühn startete die zweite Operation mit Decknamen "Clipper": Zunächst habe er Presseberichte darauf untersucht, ob sie auf Geheimmaterial der Telekom basierten. Fündig wurde er bei drei Magazin-Reportern. Deren Verbindungsdaten habe er dann monatlich von der Telekom erhalten und mit Dienstanschlüssen des Unternehmens abgeglichen. (Quelle: Handelsblatt.com)
Damit ist klar: Die Deutsche Telekom nutzt die millionenfachen und extrem sensiblen Verbindungsdaten ihrer zahlenden Kunden, um damit ihren Marktwert (hier indirekt durch die Kontrolle von Presseinformationen) zu erhöhen. Damit unterscheidet sich die Telekom nicht von einem Unternehmen, dass diese Verbindungsdaten direkt beispielsweise an halbseidene Data-Broker verkauft. Es ist ein Vertrauensbruch gegenüber den Kunden, wie er tatsächlich schlimmer nicht vorstellbar ist.

Autor: Solon. Feed (Atom) mit den neuesten Kommentaren zu allen Artikeln in meinem Weblog "Linkablage".
Mein Hauptweblog "Schieflage".

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